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AED-Projekt


Das Nordfriesland rettungsdienstlich gut versorgt ist, dürfte kaum einer bezweifeln, doch es gibt Erkrankungen, wo es auf jede Sekunde ankommt!

Ein Patient mit einem Herzkammerflimmern hat ein Zeitfenster von maximal fünf Minuten, in dem er - statistisch gesehen - ohne größeren Schaden reanimiert werden kann. Mit jeder Minute, die unbehandelt verstreicht, sinkt die Überlebenschance!

Das Gerät ist von einem Laien im Notfall zu bedienen, da er mit Sprache und Symbolen den Helfer anleitet. 


weiterführende Links


Deutsche Experten kritisieren Defi-Unterversorgung
Presse

Deutsche Gesellschaft für Kardiologie - Herz- und Kreislaufforschung e.V.
DGK

Presemitteilung der
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie –  
Herz- und Kreislaufforschung e.V. (DGK):

zum Thema  Defibrillatoren

Rettung vor dem plötzlichen Herztod

Jährlich sterben in Deutschland rund 130.000 Menschen am plötzlichen Herztod. Neun bis zehn Minuten dauert es im Schnitt, bis der organisierte Rettungsdienst die Patienten erreicht. Dieser Wert ist hervorragend, doch jede Minute zählt.

Eine Überlebenschance haben die Betroffenen häufig nur, wenn die Hilfe sofort erfolgt. In so kurzer Zeit kann die Hilfe für diese Patienten nur aus dem persönlichen Umfeld wie Familie oder Arbeitsplatz kommen.

Je früher das flimmernde Herz durch Defibrillation therapiert wird, umso größer sind die Überlebenschancen. AED ist ein neues medizinisches Gerät, mit dem das Herz bei einem Infarkt wieder in den richtigen, lebensrettenden Rhythmus gebracht werden kann – selbst von medizinischen Laien.

Lebensrettende Ersthilfe — Von Jedem - Für Jeden

Die Ursache des plötzlichen Herztodes (im Volksmund generell: Herzinfarkt) ist eine Herzrhythmusstörung. Das Herz erhält keine regelmäßigen elektrischen Impulse mehr und gerät infolgedessen aus seinem gewohnten Rhythmus. Das Herz beginnt zu flimmern.

Leben retten

Um das Leben zu retten, ist jetzt ein Neustart oder auch „Reset” des Herzens erforderlich, um den gewohnten Rhythmus wieder herbeizuführen. Dieser „Reset” erfolgt über den Stromstoß der Defibrillation. In vielen Fällen ist jedoch keinerlei elektrischer Impuls des Herzens mehr messbar. Hier kann nur durch eine effektive Herz-Lungen-Wiederbelebung und falls erforderlich anschließende Defibrillation Leben gerettet werden.

Aufbau und Funktion eines AED´s

Bei den so genannten automatisierten externen Defibrillatoren (AED) analysiert eine Software den Herzrhythmus und entscheidet danach, ob eine Defibrillation notwendig ist. Nur bei einem positiven Ergebnis wird die Funktion freigeschaltet und kann durch den Anwender ausgelöst werden.

AEDs sind durch ihre Bau- und Funktionsweise besonders für Laienhelfer geeignet. Je nach Funktionsumfang unterstützen AEDs den Laienhelfer durch optische Anweisungen (wie das Aufleuchten von LEDs oder das Darstellen von Handlungsaufforderungen in einem digitalen Display), akustische Anweisungen (klare sprachliche Aufforderungen des Gerätes zu bestimmten Aktionen), Piktogramme (Darstellung der Position der Klebeelektroden) oder auch durch ein eingebautes Metronom. Auch gibt es Varianten für die semiprofessionelle Anwendung mit Darstellung einer EKG-Ableitung.